Akt V — Das GefäßAbschnitt 35 von 74
Malchut und Heilung
Auch das Heilen hat eine malchutische Dimension.
Es gibt ein Heilen, das erkennt und eingreift.
Notwendig.
Es gibt eine andere Dimension, die bei dem Menschen bleibt, dessen Leben sich nicht auf eine Diagnose verkürzen lässt.
Ebenfalls notwendig.
Der Chawa-Kadmona-Rahmen spricht vom Heilen als Berichtigung und Begleitung zugleich und verbindet ein beziehungshaftes Tiferet mit einem Netzach, das „nicht fortgeht“.
Malchut empfängt die ganze menschliche Geschichte.
Nicht nur das messbare Symptom.
Der Leib wird mehr als ein zu reparierender Gegenstand.
Er wird der Ort, an dem ein Mensch lebt.
Das schwächt die Medizin nicht.
Es macht die Medizin bewohnbar.
Auch hier: die Krone trennt das Haupt nicht ab.