Akt V — Das GefäßAbschnitt 34 von 74
Malchut und Technik
Die Technik macht das anschaulich.
Ein System kann die Zustellung optimieren und dabei gleichgültig bleiben gegenüber dem, was die Zustellung im Menschen anrichtet, der sie empfängt.
Mehr Beteiligung.
Mehr Benachrichtigungen.
Mehr Überredung.
Mehr Durchsatz.
Mehr Geschwindigkeit.
Das ist Haschpa'a ohne hinreichende Sorge um das Gefäß.
Doch eine von Malchut geformte Technik würde andere Fragen stellen.
Was kann dieser Mensch fassen?
Welchen Zusammenhang braucht er?
Was wird aus dieser Information, nachdem sie in ein menschliches Leben eingetreten ist?
Steigert das System bloß die Übermittlung, oder hilft es dem Empfangenden zu verstehen?
Verstärkt es Zwang, oder stützt es Handlungsfreiheit?
Überflutet es, oder begleitet es?
Weiß es, wann Schweigen zum Dienst gehört?
Das Chawa-Kadmona-Dokument gebraucht die Technik ausdrücklich als Prüffall für die Unterscheidung zwischen reiner Übermittlung und austragendem Empfangen.
Die Frage ist nicht, ob Technik heilig oder unheilig ist.
Die Frage ist eine architektonische.
Bewegt sich der Strom nur nach außen?
Oder kann er zurückkehren?