Akt VI — Die RückkehrAbschnitt 57 von 74
Malchut und der Leib
Ein Leib ist ein weiterer großer Empfangender.
Die Seele tritt in leibliches Leben.
Nahrung tritt ein.
Licht tritt in die Augen.
Klang tritt in die Ohren.
Berührung tritt in die Haut.
Der Leib verstoffwechselt die Welt.
Und dann handelt der Leib.
Das macht Leiblichkeit zutiefst malchutisch.
Der Leib ist nicht bloß das Gefängnis der Seele.
Die Chassidut kann das nicht als letztes Wort hinnehmen, denn Mizwot verlangen Leiber.
Eine leiblose Seele kann keine körperlichen Tefillin legen.
Kann keine körperliche Münze geben.
Kann keine Mazza essen.
Kann an Simchat Tora nicht tanzen.
Kann keine Kerzen zünden.
Kann keine Sukka bauen.
Kann keinen anderen Menschen umarmen.
Der Leib empfängt geistliche Absicht und verwandelt sie in Handlung.
Wieder:
Empfangen wird Erscheinung.
Das Beharren Chawa Kadmonas auf Leiblichkeit passt daher natürlich zur Chabad-Lehre von Dira BeTachtonim. Die messianische Zukunft kommt nicht dadurch, dass man den Leib verachtet. Sie kommt, wenn der Leib zum durchsichtigen Teilhaber an der Heiligkeit wird.