Akt VI — Die RückkehrAbschnitt 59 von 74
Malchut und Teschuwa: Das Selbst zu seiner Quelle zurückgeben
Teschuwa ist malchutisch, denn die Sünde enthält einen Akt falscher Souveränität.
Ich stelle mein Begehren in die Mitte.
Teschuwa stellt die Beziehung wieder her.
Das Bekenntnis wird gesprochen.
אָשַׁמְנוּ. בָּגַדְנוּ.
Der Mund sagt die Wahrheit.
Das ist entscheidend.
Eine im Selbst verborgene Sünde bleibt in einer privaten Erzählung gefangen.
Widdui bringt sie in Malchut.
Rede macht das innere Eingeständnis offenbar.
Dann kehrt der Mensch zurück.
Teschuwa löscht die Identität nicht aus.
Sie gibt die Urheberschaft auf die richtige Ebene zurück.
Ich bin nicht die absolute Quelle von Gut und Böse.
Ich kehre zu Haschem zurück.
Derselbe Mund, der gesündigt hat, kann beten.
Dieselbe Hand kann Zedaka geben.
Dieselbe Geschichte kann Teil einer erlösten Erzählung werden.
Malchut verlangt keinen neuen Menschen.
Sie verlangt einen zurückgekehrten Menschen.