Akt VI — Die RückkehrAbschnitt 60 von 74
Das letzte Geschlecht und die Stimme der Malchut
Die Chawa-Kadmona-Handschrift liest die letzte Ära als eine, in der die Stimme der Malchut vernehmlicher wird: die Tora, wie sie von oben geboten ist, und die Tora, wie sie von innen geschmeckt, empfangen und gesprochen wird, müssen zusammengehalten werden.
Hier liegt eine schöne Gefahr.
Ein Geschlecht, das seine Stimme entdeckt, kann Stimme mit Autorität verwechseln.
Ein Geschlecht, das Innerlichkeit entdeckt, kann Gefühl mit Wahrheit verwechseln.
Ein Geschlecht, das die Beziehung wiederentdeckt, kann den Bund im Namen der Echtheit schwächen.
Daher die Forderung des Bittul.
Doch die entgegengesetzte Gefahr besteht ebenso.
Ein Geschlecht kann die Strukturen der Tora besitzen und die Tora nicht innerlich werden lassen.
Worte können richtig sein und Herzen unberührt.
Einrichtungen können stehen und Häuser geistlich kalt bleiben.
Halachische Befolgung kann neben gefühlsmäßiger Blindheit bestehen.
Die Antwort ist nicht weniger Tora.
Sie ist Tora, die in Malchut eintritt.
Das gebotene Wort wird gelebte Wahrheit.
Die Struktur wird ein Zuhause.
Die Mizwa wird eine Begegnung.