Ein Ring, der sich auf sich selbst schließt, vom Strom getrennt, der ihn speiste, und der den eigenen Glanz Quelle nennt.
Der Thron muss aufsteigen. Aber der Thron muss weiterhin dem König zugewandt bleiben.
לְךָ ה׳ הַמַּמְלָכָה
„Dein, Haschem, ist das Königtum“ (1 Chronik 29,11).
Akt IV — Die WohnungAbschnitt 20 von 74
Die große Gefahr: Der sich selbst krönende Thron
Jedes heilige Gefüge wirft einen Schatten, wenn es von seiner Quelle abgetrennt wird.
Chessed ohne Gewura kann überschwemmen.
Gewura ohne Chessed kann zur Grausamkeit werden.
Netzach kann zur Beherrschung werden.
Hod kann zur Lähmung werden.
Jessod kann zu wahlloser Übermittlung werden.
Und Malchut kann zur Selbstanbetung werden.
Das ist besonders gefährlich, weil die Sprache innerer Souveränität anziehend ist.
„Ich vertraue meiner Wahrheit.“
„Ich bin nur mir selbst Rechenschaft schuldig.“
„Mein inneres Wissen ist das Letzte.“
„Mein Begehren bestimmt die Wirklichkeit.“
Zunächst können solche Sätze wie Befreiung von Herrschaft klingen.
Absolut genommen sind sie Pharao in weicheren Kleidern.
Die Malchut der Tora wird niemals sich selbst zum Letzten.
לְךָ ה׳ הַמַּמְלָכָה.
Dein ist das Königtum.
Der Chawa-Kadmona-Rahmen nennt die Fälschung „den sich selbst krönenden Thron“: eine Souveränität, die sich behauptet, ehe sie empfangen hat und geformt worden ist. Das ist keine nebensächliche Warnung. Es dürfte die entscheidende Probe darauf sein, ob der Aufstieg der Malchut heilig ist.
Hört die sich erhebende Stimme noch?
Bleibt inneres Wissen der Tora verantwortlich?
Bleibt Souveränität bundesfähig?
Erkennt Gegenwart noch Transzendenz an?
Bleibt die Krone mit dem Haupt verbunden?
Weiß der Empfangende noch, dass es etwas zu empfangen gibt?
Wenn nicht, hat sich der Kreislauf nicht geschlossen.
Der Strom hat sich in das Selbst zurück kurzgeschlossen.
Das ist Tohu.