Malchut

Akt VI — Die RückkehrAbschnitt 44 von 74

Die Rückkehr des Weiblichen ist die Rückkehr der Welt

Eine der kühnsten Folgerungen des Chawa-Kadmona-Rahmens lautet, dass das Wiederhervortreten der empfangenden, beziehungshaften Ausrichtung nicht bloß eine Nachjustierung geistlicher Sprache ist. Es betrifft die Erfüllung der Richtung der Schöpfung selbst.

Das Dokument sagt, der „Empfangende trägt den Zweck der Schöpfung“, und das Goldene Zeitalter sei nicht das, was nach der Schließung des Kreislaufs kommt, sondern das, wie der geschlossene Kreislauf von innen aussieht.

Sorgfältig verstanden, gibt uns dies eine neue Weise, von Maschiach-Bewusstsein zu sprechen.

Dem letzten Geschlecht ist nicht bloß aufgetragen, höher zu gelangen.

Ihm ist aufgetragen, niedrigere Orte für höhere Wahrheit bewohnbar zu machen.

Das ist eine gewaltige Verschiebung des Schwerpunkts.

Ältere geistliche Sprache fragt oft:

Wie entkomme ich der materiellen Zerstreuung?

Malchut fragt:

Wie kann Materie ein Gefäß werden?

Wie erhebe ich mich über meine Umstände?

Malchut fragt:

Wie kann göttliche Gegenwart in meine Umstände eintreten?

Wie übersteige ich den Leib?

Malchut fragt:

Wie kann der Leib der Heiligkeit dienen?

Wie verlasse ich die Welt?

Malchut fragt:

Wie kann die Welt offenbaren, dass sie nie außerhalb Haschems war?

Der Unterschied besteht nicht zwischen Tora und einer neuen Tora.

Es ist ein Unterschied der Ausrichtung innerhalb des letzten Zwecks der Tora selbst.